Sportnahrung Blog
Dieses & Jenes News & Events Trainingstipps

Fitness-Trends 2018: So wird in Zukunft geschwitzt!

Alle Jahre wieder stecken Fitness-Experten vom Amerikanischen College für Sportmedizin (ACSM), dem texanischen Untersuchungszentrum The Cooper Institute und dem National Council on Strength and Fitness (NCSF) ihre Köpfe zusammen und wagen einen Blick in die Glaskugel.

Im Zentrum dieser Zusammenkunft steht die Frage: Wohin geht die Fitness-Reise im neuen Jahr? Die Ergebnisse dieser repräsentativen Umfrage werden den Fitness-EnthusiastInnen anschließend nicht etwa mittels Wahrsager-Karten, sondern in Form der alljährlich erscheinenden „Worldwide Survey of Fitness Trends“ dargelegt. Du bist neugierig auf die Frage, wie sich in Zukunft körperlich geschunden wird? Sehr gut! Wir von Sportnahrung verraten euch die Top 10 der angesagtesten Fitness-Trends 2018!

1. HIIT-Training

Platz eins des internationalen Trend-Rankings war bereits 2017 in aller Munde – und vor allem auch in aller Beine: Die Rede ist vom High Intensity Intervall Training (kurz: HIIT). Doch auch im neuen Jahr wird diese Form des Ausdauertrainings, bei der rasch zwischen Spannungs- und Entspannungsphasen hin und hergewechselt wird, nichts an ihrer Popularität einbüßen.

Der Grund? Mit HIIT-Training sind schlicht und einfach bessere Trainingsresultate in kürzeren Zeiträumen möglich – eine wohl für jeden Fitness-Freak nur allzu verlockende „Kombi“. Insbesondere wenn es um die Verbrennung von lästigem Körperfett geht, läuft das aktuell beliebte Intervalltraining, dem (zumeist etwas unbeliebteren) Steady-State-Cardio den Rang ab.

So konnte eine Studie aus „The Journal of Physiology“ aufzeigen, dass Probanden mit 60-90 minütigem HIIT-Training pro Woche dieselben Trainingsfortschritte erzielen konnten, wie jene Studienteilnehmer, die fünf Stunden die Woche gleichmäßiges Cardio-Training absolvierten.

Die „schlechte“ Nachricht: Dank HIIT-Training ist die wohl am häufigsten artikulierte Ausrede aller Bewegungsmuffel ein für alle Mal passé, und zwar: „Ich finde einfach keine Zeit für Sport!“
Denn seien wir uns ehrlich: 60 Minuten pro Woche (nicht Tag!) sind wohl für jeden von uns – ob Spitzenpolitiker, alleinerziehender Mutter oder prüfungsgestresstem Studenten, mehr als realisierbar. #woeinWilledaeinWeg

2. Gruppentraining

Alleine auf dem Ergometer vor sich „hinradeln“ und sich dabei mittels In-Ear-Kopfhörer von seiner Umgebung abschotten, ist sowas von 2017! Das Credo für das Fitness-Jahr 2018 lautet nämlich ganz klar: „Gemeinsam sind wir stark!“.

Ob gemeinschaftliche Spinning-Kurse, Outdoor-Training in Gruppenformation oder kollektives Zumba tanzen – Gruppentraining ist wieder en vogue! Doch warum findet der Fitness-Mensch im Jahre 2018 nun plötzlich wieder zu seinem genetischen Ursprung als Herdentier zurück? Ganz einfach: Das Schwitzen in der Gruppe macht viel mehr Spaß als das Singledasein im heimischen Fitness-Keller.

Die (Gruppen-)Dynamik, die sich im Zuge des Trainings unter Gleichgesinnten einstellt, spornt einen ungemein dazu an seine physische Leistungskapazität voll auszuschöpfen. Und was noch viel wichtiger ist: Sie sorgt dafür, dass wir auch zur nächsten Trainingseinheit wieder erscheinen. #geteiltesLeidisthalbesLeid

3. Wearables / Fitness-Gadget

GPS-Sportuhren sind nur was für Jan Frodenos und Möchtegern-Jan Frodenos? Weit gefehlt! Die sogenannten Wearables, sprich tragbare Fitness-Gadgets aller Art, erlebten bereits 2017 einen regelrechten Boom und werden aller Voraussicht nach auch im neuen Jahr ihren Siegeszug an den Sportler-Handgelenken fortführen. Dank dieser „smarten“ Technologien werden unsere Trainingsfortschritte (aber auch die Rückschritte) auf den Lauf-Meter und den Herzschlag genau messbar.

Doch warum sind Aktivitäts-Tracker, Herzfrequenz- und Pulsmesser beliebter denn je? Es gibt sie doch schon mindestens seitdem mein Vater mit Brustgurt und Hund um den Block spazieren ging? Meine persönliche Theorie dazu lautet: Die Hersteller haben es einfach verstanden die Fitness-Helferlein nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch zu gestalten.
Die Fitness-Wearables sind mittlerweile Trainingspartner und Modestatement in einem – eine Symbiose, die sich sowohl gut an den körperbewussten Mann, als auch an die modebewusste Frau bringen lässt. #wennwirschonSportmachendannsollesauchjedermitbekommen

4. Bodyweight-Training

Als ich Platz vier des Rankings las, musste ich zunächst intuitiv schmunzeln. Das Training mit dem eigenen Körpergewicht soll ein Trend sein? Wohl eher ein alter Hut. Schließlich kann ich mich noch gut daran erinnern, dass ich mich bereits im zarten Alter von 10 Jahren regelmäßig am Türstock des Kinderzimmers hochzog und die Küchenstühle anschließend als „Dip-Station“ zweckentfremdete. Doch wie dem auch sei – Bodyweight-Training, innerhalb der Fitness-Community auch unter dem Begriff Calisthenics bekannt, feiert laut den amerikanischen Sportwissenschaftlern ein (nennen wir es) Revival.

Die Gründe dafür liegen dabei klar auf der Hand: Das Training mit dem eigenen Körpergewicht trifft genau den Nerv der jungen Fitness-Generation, indem es gleich drei für sie sehr wichtige Parameter erfüllt: Flexibilität, Mobilität und Autonomie.

Push Ups, Klimmzüge, Lunges, Burpees und Co. lassen sich nämlich immer und überall durchführen. Fitnessstudio? Knebelverträge? Streng geregelte Öffnungszeiten? Fehlanzeige! Alles was du für das Training mit dem eigenen Körper benötigst, ist etwas Platz und eine Menge Kraft. Denn wer denkt, dass Bodyweight-Training niemals so kräftezehrend wie Widerstandstraining an den Lang- und Kurzhanteln sein kann, hat noch nie Handstand-Push Ups im Superset mit Pistol Squats durchgeführt. #hermitdenKüchenstühlen

5. Gewichts- / Krafttraining

Kein Witz – auch Gewichtstraining wird in der Wordwide Survey of Fitness Trends als Trend deklariert. Beachtenswert: Dieser Punkt tauchte bereits 2006 in besagter Rangliste auf – und wird es wahrscheinlich auch 2026 noch! Der Grund: Die körperliche Ertüchtigung an Lang- und Kurzhanteln wird nie wirklich aus der Mode kommen. Zu angenehm ist einfach das Gefühl, wenn das Blut nach dem zweiten Satz Schrägbankdrücken in die obere Brust rauscht.
Doch der obligatorische Muskelpump am „Chest Monday“ ist nicht das einzige Argument, das für regelmäßiges Gewichtstraining spricht. Von der Forcierung der Testosteronausschüttung, über die Stärkung unseres Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu den positiven Effekten auf unsere Körperhaltung – die Pro-Liste im Zusammenhang mit Krafttraining ist lang, sehr lang! Deshalb ist und bleibt das Gewichtstraining – mit all seinen Facetten und Ausprägungen – auch völlig zurecht ein wahrer Evergreen. #Krafttrainingforeverandalways

6. Zertifizierte, gut ausgebildete Fitness-Experten

Unsere Lehrer predigten es immer zu: Wissen ist Macht! Und tatsächlich: Die Nachfrage nach Experten mit fundiertem Wissen nimmt auch im Fitnessbereich stetig zu. Vorbei sind die Zeiten in denen man seinen großen Bruder – der ja immerhin schon seit zwei Wochen regelmäßig die Kraftkammer aufsucht – um Muskelaufbau-Rat fragt.
Die Zuhilfenahme von professionell ausgebildeten PersonaltrainerInnen macht zwar das Sparschwein schneller dünner, als wenn man sich alles autodidaktisch (meistens via Youtube) beibringt – dafür aber auch die Taille!

Mit speziell auf deinen Körpertyp und deine Fitness-Ziele abgestimmten Ernährungsplänen und professionell betreutem Training ersparst du dir aber nicht nur viel Zeit, sondern auch Nerven. Denn: Auch das Verletzungsrisiko wird durch das bloße Beisein eines zertifizierten Trainers / einer zertifizierten Trainerin signifikant reduziert.
Und wie heißt es in der Fitnessszene noch so schön: Sieger ist am Ende nicht derjenige, der am härtesten trainiert, sondern derjenige, der am längsten verletzungsfrei bleibt! #ichweißnichtsmachtnichtswargestern

7. Yoga!

Yoga ist ein Phänomen. Von Yoga für Schwangere, über Yoga mit Ziegen, bis hin zu Heavy Metal Yoga und Bier-Yoga – Fakt ist: Keine andere Sportart schafft es sich so oft neu zu erfinden, wie die indische Meditationslehre. Es ist wie mit David Beckham und seinen Frisuren: Yoga ändert regelmäßig sein Gesicht und bleibt dadurch im Gespräch.

Kein Wunder also, dass die Yoga-Gemeinde von Jahr zu Jahr wächst. Übrigens: Den Sprung in die Top 10-Liste schafften die vielseitigen Entspannungstechniken bereits im Jahr 2008 erstmalig. Aufgrund der hohen Wandlungsfähigkeit zieht Yoga weiterhin Menschen aus allen Gesellschaftsschichten an und wird daher wohl auch in den kommenden Jahren nicht so schnell vom (Trend-)Bildschirm verschwinden. #namaste

8. Personal-Training

Aufgrund der Flut an Online verfügbaren Informationen rund ums Thema Fitness, Ernährung und Gesundheit in den letzten Jahren immer mehr in Bedrängnis geraten, feiert Personal-Training 2018 ein erstaunliches Comeback. Selbsternannte Fitness-Experten auf Youtube, Instagram und Co. in allen Ehren, doch was Fitness-Einsteiger anscheinend wieder besonders zu schätzen wissen, ist der persönliche Kontakt mit der „Lehrperson“.

Der große Pluspunkt: Beim One-on-One-Training kann natürlich auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Einzelperson viel konkreter eingegangen werden, als das über soziale Medien jemals der Fall sein könnte. Wer einen Personaltrainer / eine Personaltrainerin zu Rate zieht, kann sich einerseits viel Recherche-Arbeit ersparen und läuft andererseits auch nicht so schnell Gefahr das Handtuch zu werfen. #kostetjaschließlichallesGeld

9. Fitness-Programme für Senioren

Es vergeht aktuell keine politische Debatte, in der es nicht früher oder später zur Sprache kommt: Ja, unsere Gesellschaft wird immer älter! Die Fitness-Industrie erkennt hier – im Gegensatz zu den politischen Kräften – jedoch keine Gefahr, sondern viel mehr ein gewaltiges Marktpotenzial. Speziell auf Senioren und betagtere Herrschaften zugeschnittene Fitness-Programme sind der erste Schritt besagten Markt zu erschließen. Was unterscheidet diese Programme aber nun von anderen?

Abgesehen von der angepassten Trainingsintensität wird natürlich auch die Übungsauswahl mit den alltäglichen Bedürfnissen älterer Menschen abgestimmt. Bedeutet: Mobilitäts-, Stabilisations- und Koordinationstraining, statt Brust-Bizeps. Der Hintergedanke dabei: Spezielles Gewichtstraining soll die Sehnen, Knochen, Bänder und Muskeln stärken und so einerseits zur Altersvorsorge beitragen und andererseits die Lebensqualität im Hier und Jetzt potenzieren. #wasHänschennichtlerntlerntHanshinterher

10. Funktionelles Training

Ob beim Aufkehren von verschüttetem Proteinpulver, beim nach Hause schleppen, der mit Geflügel und Brokkoli gefüllten Einkaufstaschen oder dem Treppensteigen nach zehn Drop-Sets Romanian Deadlifts – unser Alltag verlangt dem Körper mehr ab, als wir bewusst wahrnehmen.

Umso sinnvoller erscheint Platz 10 des Trend-Rankings: Funktionelles Training. Wie der Name bereits impliziert, steht bei dieser Trainingsform nicht der gleichzeitige Muskelauf- und Fettabbau, sondern viel mehr alltagsrelevante Bewegungsabläufe im Vordergrund. „Mobilität statt Optik“, lautet somit die Maxime der „Functional Fitness“-Befürworter.

Auch ich persönlich versuche seit Neuestem regelmäßig Kettlebells, TRX-Bänder und Medizinbälle in mein Trainingsregime zu integrieren, um auf meinen (meist in Sitzposition verbringenden) Alltag besser vorbereitet zu sein, beziehungsweise eben genau diesem aktiv entgegenzutreten. #SitzenistdasneueRauchen

Fazit

Was können wir also unterm Strich aus dem heutigen Blog-Beitrag – im wahrsten Sinne des Wortes – „ablesen“?

Nun, zum einem einmal, dass nicht nur die Modewelt, sondern eben auch der Fitness-Kosmos sogenannten „Hypes“ unterworfen ist. Und wie das Stecken der Jeans-Hosen in die Sportsocken (aktuell gesehen auf einschlägigen Instagram-Profilen) oder das Tragen von Bauchtaschen zu hinterfragen ist, müssen auch Fitness-Trends nicht immer rational nachvollziehbar sein.
Ein Blick auf die Trend-Liste für 2018 zeigt aber auch ganz deutlich: Fitness – also die für viele unter uns schönste Nebensache der Welt – wird im Allgemeinen nicht extravaganter, sondern seriöser. Zertifizierte Trainer, Functional Fitness, Personal Training und Co. lassen den Schluss zu, dass die Tendenz immer mehr in Richtung Professionalisierung und Optimierung des eigenen Trainings geht.

Zum anderen fällt auf, das klassische Einzelsportarten, wie Joggen, Schwimmen, Radfahren zunehmend an Bedeutung verlieren und gleichzeitig dem „Entertainment-Faktor“ immer mehr Gewichtung zukommt. Die Menschen wollen nicht mehr sang- und klanglos auf dem Laufband „Kilometer fressen“, sondern auch beim Ausführen ihrer Leibesübungen unterhalten werden. Am besten gelingt das natürlich im Rudel. Man kann somit durchaus die These aufstellen, dass Fitness in Zukunft eine verstärkte soziale Komponente zukommen wird.

Egal, ob du dich nun dazu entschließt neue Fitness-Pfade einzuschlagen, oder ob du nicht doch lieber bei deinen alten (Trainings-)Leisten bleibst, wichtig ist in erster Linie, dass du nicht jedem Trend hinterherläufst, sondern deinen eigenen Weg in Sachen Training und Ernährung findest. Du würdest doch schließlich auch nie deine Hose in die Socken stecken, oder? #TrendskommenundgehennurdieLiebezuFitnessbleibt

Verfasst von Sportnahrung.de Gastblogger PHILIPP SITTER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code