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Motivationstief überwinden: 8 einfache & schnelle Tipps!

Auch wenn uns die unzähligen Insta-Stories, Youtube-Vlogs und Snapchat-Videos, die tagtäglich über das Handydisplay auf uns einprasseln, etwas anderes vorgaukeln möchten: Nein, das bevorstehende Training zaubert einem nicht immer ein Lächeln auf die Lippen! Nein, der Hashtag „#fitnessmotivation“ beschreibt die Situation nicht immer ganz realitätsgetreu! Und ja, es gibt Tage, an denen würde man die Hantelbank widerspruchslos gegen den Zahnarztstuhl eintauschen wollen.

Motivationstiefs sind hartnäckige, immer wiederkehrende Begleiter auf unserem Weg zum Traumkörper und brachten schon den ein oder anderen ambitionierten Fitnessneuling zur vorzeitigen Resignation. Damit euch, den geschätzten Sportnahrung-LeserInnen, beschriebenes Schicksal nicht ebenfalls ereilt, habe ich im heutigen Blog-Beitrag acht schnelle und einfach umzusetzende Motivations-Tipps zusammengetragen, die wieder Wasser auf eure müden Mühlen gießen werden. Viel Spaß beim Lesen!

1. Motivations-Tipp: Ändert eure Playlist!

Was ist der Motivations-Killer Nummer eins? Richtig: Die Routine! Wenn euch bereits der Bizeps einschläft, wenn ihr nur an das bevorstehende Training denkt, dann liegt das nicht selten daran, dass sich der kleine fiese Trainingstrott in euer Workout-Regime eingenistet hat. Um aus diesem motivationsfressenden Hamsterrad wieder auszubrechen, müsst ihr jedoch nicht gleich euren Trainingsplan komplett auf den Kopf stellen, nein! Es reicht bereits aus, wenn ihr ein wenig an den Stellschrauben dreht und so neue Impulse in euerem Training freisetzt.

Ein ebenso simpler wie effektiver Trick ist es zum Beispiel, seine Playlist von Zeit zu Zeit abzuwandeln – vorausgesetzt natürlich, ihr gehört (so wie ich) zu jener Fraktion, die ihre Leibesübungen nie ohne Kopfhörer absolviert. Neuer musikalischer Input führt zu mehr Entertainment in der Kraftkammer und dies wiederum zu – ihr habt es bereits erfasst – mehr Motivation beim Training.

Also, mein erster Tipp lautet: Erstellt eine neue Trainings-Playlist und sorgt so im Handumdrehen für einen Motivations-Boost!

2. Motivations-Tipp: Kleidet euch neu ein!

Es mag im ersten Moment etwas oberflächlich klingen, aber Kleider machen nicht nur Leute, sondern können auch für einen gehörigen Motivationsschub sorgen. Der Grund dafür ist trivial: Hat man neue Trainingsklamotten erworben, möchte man diese in der Regel auch gleich dem Fußvolk präsentieren. Ergo, geht man wieder öfter und vor allem mit mehr Engagement ins Fitnessstudio.

Natürlich bedeutet Punkt zwei jetzt im Umkehrschluss nicht, dass ihr bei jedem noch so kleinen Motivationstief das Einkaufszentrum stürmen solltet. Das würde auf Dauer wahrscheinlich dazu führen, dass nicht nur ihr, sondern auch euere Sparschwein drastisch erschlankt! Nichts desto trotz kann ein neues, cooles Trainingsoutfit eine Art „Initialzündung“ für euer Gemüt darstellen und unterm Strich dazu führen, dass ihr dem Stepper, bzw. dem Squat-Rack doch noch eine Chance zugesteht.

3. Motivationstipp: Rekrutiert einen Trainingspartner!

Es erscheint sooo wahnsinnig klischeehaft, dass sich meine Finger gegen das Tippen der folgenden Binsenweisheit regelrecht zu wehren versuchen, aber es stimmt: Gemeinsam sind wir stärker! Wer unter Motivationsschwund leidet, sollte sich genau aus diesem Grund einen zuverlässigen (!) Trainingspartner suchen. Zum einem ist das Stemmen von Hanteln in Gesellschaft unterhaltsamer, zum anderen legt man sich beim Training auch automatisch mehr ins Zeug. Man möchte ja schließlich vor seiner Begleitung nicht schlecht dastehen!

Wichtig: Ein Training zu zweit sorgt in der Regel nur dann bei allen Beteiligen für Motivationssteigerungen, wenn sich die Trainingspartner ungefähr auf dem selben Leistungsniveau befinden. Ist hingegen einer der Partner weit fortgeschrittener, als der andere wirkt sich das zumeist negativ auf die Motivation aus. Ausnahmen bestätigen natürlich diese Regel. So gibt es auch SportlerInnen, deren Motivation steigt, wenn sie mit sportlich versierteren Trainingspartnern trainieren und auf diese Weise von ihnen lernen dürfen.

4. Motivationstipp: Setzt euch Kurzzeit- und Langzeitziele!

Bereits der „Godfather“ der Bodybuilding- und Fitnessbewegung höchstpersönlich – Arnold Schwarzenegger – philosophierte in seinen früheren Interviews immer wieder über sogenannte „long-term goals and short-term goals“. Was ist damit aber nun gemeint?

Klar, ein Langzeitziel, also eine ungefähre Vorstellung von dem wie wir in weiter Zukunft aussehen wollen, haben die meisten von uns. Der Nachteil: Besagtes Langzeitziel erscheint – gerade wenn wir uns noch im Anfangsstadium unserer Trainingskarriere befinden – meistens zu abstrakt, bzw. überhaupt nicht greifbar. Die Folge: Wir verlieren zu schnell die Motivation dieses Ziel auch tatsächlich dauerhaft zu verfolgen.

Genau an dieser Stelle kommen nun die Kurzzeitziele ins Spiel. Diese markieren nämlich eine Art „Zwischenetappen“ auf unserem Weg zum Langzeitziel und können dementsprechend tief angesetzt werden. Potenzielle Kurzzeitziele könnten zum Beispiel wie folgt lauten:

* „Bis zu meinem 30. Geburtstag in vier Wochen möchte ich wieder in mein Lieblingskleid passen.“
* „Bis zum Jahreswechsel in drei Monaten möchte ich erstmalig die 100kg beim Bankdrücken schaffen.“
* „In den nächsten vier Wochen möchte ich mein Gewicht um 2kg reduziert haben.“

Wie ihr also seht, sind Kurzzeitziele (im direkten Vergleich zu Langzeitzielen) mit relativ geringem Willenskraft- und Zeitaufwand erreichbar. Habt ihr ein Kurzzeitziel erreicht, könnt ihr sofort ein Häcken dahinter setzen. Und mal ganz ehrlich: Was ist motivierender, als einen Punkt nach dem anderen von seiner To-Do-Liste streichen zu können?

5. Motivationstipp: Sich selbst anschwindeln!

Zugegeben, der folgende Tipp fällt unter die Kategorie „Eigenkreation“ und könnte sich daher für den ein oder anderen rational denkenden Leser unter euch ein wenig nach Humbug anhören. Nichts desto trotz möchte ich euch besagten Tipp nicht vorenthalten, da er mir dabei half schon so manches todgeweihtes Workout doch noch zu realisieren.

Wer kennt folgendes Phänomen: Man liegt gemütlich auf der Couch, geniesst seine Lieblingsserie und hat mit dem Tag innerlich bereits (sowas von) abgeschlossen. Das Problem: Heute steht laut Trainingsplan noch ein schweißtreibendes Workout an. Die Couch zu verlassen, erscheint utopisch. Sie für ein schweißtreibendes Date mit der Hantel zu verlassen noch viel illusorischer.

Genau in diesem Moment tritt Tipp 5 in Kraft: Statt mich vor dem Training zu drücken, nehme ich mir vor zumindest für 20 Minuten das Fitnessstudio aufzusuchen – für ein „Training delight“ sozusagen. Denn: Ein noch so kurzes Training ist schließlich noch besser als überhaupt nicht zu trainieren. Mit diesem Kompromiss im Hinterkopf fällt es mir wesentlich leichter die Motivation für Sport am Abend aufzubringen. In 20 Minuten hat mich meine geliebte Couch schließlich bereits wieder.

In Wahrheit war es bis dato jedoch ausnahmslos so, dass sich aus dem Verlegenheits-Training immer ein vollwertiges Workout, also ein Workout über die gesamte angepeilte Zeitdauer (meist 60 Minuten), entwickelte. Seit dieser Erfahrung gaukle ich mir bei gegebenen Anlass nun immer selbst vor, dass ich nur einen Sprung im Gym vorbeischaue – nur um dann festzustellen, dass ich das Studio erst verlassen habe, als auch die letzte Übung vom Trainingsplan abgehakt werden konnte.

Mit dieser kleinen Lüge sich selbst gegenüber kann es einem also gelingen den inneren Schweinehund zu überwinden. Denn wo liegt der meistens begraben? Richtig, im ersten Schritt! Wenn es dir also beim nächsten Mal schwer fallen sollte die Motivation für den ersten Schritt in Richtung Gym aufzubringen, nur zu, schwindle dich selbst ein wenig an!

6. Motivationstipp: Sozialen Druck aufbauen!

Bei Tipp sechs dürft ihr mal so richtig unbescheiden sein und großspurige Reden schwingen! Du hast große Fitness-Ziele? Du hast ein ganz genaues Bild davon, wie du in sechs Monaten aussehen möchtest? Du bist dir absolut sicher, dass du in den nächsten vier Wochen einen neuen Bankdrück-Rekord in deinem Gym aufstellen wirst? Nur zu, lass es deine Mitmenschen wissen! Posaune deine Ziele raus, reib sie jedem noch so desinteressierten Mitmenschen unter die Nase!

Der Grund: Wer seine sportlichen Ambitionen öffentlich kundtut, wird alles daran setzen diese auch tatsächlich zu verwirklichen. Man möchte ja schließlich am Ende nicht blöd vor seinem sozialen Umfeld dastehen! Mein Tipp Nummer sechs lautet deshalb ganz klar: Haltet mit euren Fitness-Zielen nicht hinterm Berg, sondern tragt sie in die Welt hinaus. Seid versichert: Der soziale Druck, der dabei entsteht, führt zu einer wahren Motivations-Ekstase!

7. Motivationstipp: Erinnere dich an dein „Warum“!

Am Anfang einer jeder Trainingslaufbahn steht ein „Warum“. Warum möchte ich mehr Sport in mein Leben integrieren? Die Antworten auf diese Frage sind so verschieden wie individuell und reichen von „Ich möchte dem Mädchen aus der Parallelklasse imponieren“ bis zu „Ich möchte mein Leben dem Wettkampfbodybuilding widmen“. Weil unser „Warum“ am Beginn unseres Sportlerdaseins noch so frisch in unseren Köpfen eingemeißelt ist, fällt es uns auch nicht weiter schwer, die Opfer für unser anvisiertes Ziel jeden Tag aufs Neue zu erbringen.

Mit der Zeit verblasst jedoch unser „Warum“ immer mehr, wodurch auch unsere Motivation direkt proportional dazu über den Jordan geht. Mein Motivationstipp Nummer sieben lautet deshalb: Vergegenwärtige dir in regelmäßigen Abständen dein „Warum“, also quasi deinen Beweggrund dafür, warum du anno dazumal mit dem Fitnesssport überhaupt angefangen hast!

Bei dieser Gelegenheit bietet es sich auch an, darüber zu sinnieren, wie weit man schon bis dato seinem Ziel nähergekommen ist. In der Regel stellt man dabei fest, dass man in jüngster Vergangenheit viel größere Fortschritte für sich verbuchen konnte, als man bewusst wahrgenommen hat.

8. Motivationstipp: Belohne dich selbst!

Es ist eine der ältesten Motivationsstrategien der Menschheitsgeschichte: Die positive Konditionierung! Bedeutet: Verstärke deine guten Taten mit einem Leckerli, äh pardon, mit einer Belohnung, meinte ich natürlich. Wichtig dabei ist es jedoch, dass die Belohnung deinem persönlichen Fitness-Ziel nicht widerspricht. Wenn es also dein Plan ist, in den nächsten vier Monaten acht Kilo abzuspecken, solltest du dich nach einem absolvierten Training nicht mit einer Schwarzwälder Kirschtorte belohnen.

Besser: Belohne dich doch zum Beispiel mit einem Kinobesuch (aber ohne Jumboeimer Popcorn), mit einer ausgedehnten Shoppingtour oder einem entspannenden Wellnes-Tag in der Therme deines Vertrauens. Der Volksmund sagt: Alles im Leben ist ein Geben und Nehmen. Wenn du also beim Sport kontinuierlich alles aus dir herausholst, spricht absolut nichts dagegen, sich auch mal etwas zu gönnen. Denn nur wer die Waage zwischen Be- und Entlastung hält, wird schließlich ausgeglichen und nachhaltig motiviert sein.

Fazit

Die Motivation ist schon ein listiges Biest. Manchmal erscheint sie unkontrollierbar, ja geradezu überschäumend zu sein. Und manchmal, tja, da erscheint sie gar nicht. Was ist die Conclusio daraus? Nun, zum einem ist es wichtig, dass man bedingungslos an seinen Zielen festhält, auch wenn man temporär durch ein finsteres Motivationstal schreiten sollte. Auf der anderen Seite befindet sich nämlich wieder ein Berg höchsten Ansporns – zum Beispiel, wenn man wieder einmal ein Kurzzeitziel abhacken kann oder seinem anfänglichem „Warum“ spürbar näher rückt.

Zum anderen sollte einem bewusst sein, dass es sehr wohl Mittel und Wege gibt seine Motiviertheit selbst in die Hand zu nehmen und dass diese eben nicht einzig und allein von externen Einflüssen abhängig ist. Im heutigen Blog-Beitrag habe ich euch die (zumindest meiner Meinung nach) effektivsten dieser „Mittel und Wege“ aufgelistet, um selbst wieder in die Motivations-Spur zu finden. In diesem Sinne: BE MOTIVATED.

Verfasst von Sportnahrung.de Gastblogger Philipp Sitter

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