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Sportnahrung.at goes Spartan Race – von und mit Mag. Magdalena Maria Adamer

Spartan Race – Endecke den Spartaner in dir!

„Spartan Race“ nennt man eine Reihe an Hindernisläufen über unterschiedliche Distanzen. Ursprünglich in Vermont/USA ins Leben gerufen, werden mittlerweile 130 Rennen in weiteren 14 Ländern der Welt abgehalten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem Sprint (5+km/ 15+ Hindernisse), dem Super (13+km/ 20+ Hindernisse) und dem Beast (20+km/ 25+ Hindernisse).

Hindernisse sind zum Beispiel Holzwände, die ohne Tritthilfe zu überwinden sind, schwere Eisenketten, die man einen Hügel rauf- und runtertragen muss, zu durchquerende Flüsse, Autoreifen, die durch knietiefen Dreck zu tragen sind, aber auch Speerwerfen und Gleichgewichtsübungen stehen am Menüplan. Für die unter euch, die mit den Begriffen vertraut sind: „Spear Throw“, „Rope Climb“ oder „Barb Wire Crawl“ zählen zu typischen Hürden. Wer eines davon nicht bewältigen kann, der muss zur Strafe 30 Burpees machen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen X-Cross-Läufen steht beim Spartan Race bei jeder Station ein Schiedsrichter und ausnahmslos jeder Scheiternde wird bestraft.

 

Schon seit 2 Jahren nervt mich mein Freund, ich solle mit ihm eines dieser „Spartan Races“ laufen. Einmal nur wolle er mit mir als Team die Ziellinie überqueren. Ein „gemeinsames Projekt“ nennt er das. “Gemeinsames Projekt?“, damit verbinde ich einen Urlaub, einen Thermentag oder zweisames Handwerken in der neuen Wohnung. Es ist ja schlimm genug sich diese Tortur anzutut, aber dann noch dafür Startgelder in der Höhe von +/- 100Euro bezahlen? Ganz zu schweigen von den 5 Stunden Hin – und Retourfahrt. „Sowas kommt mir gar nicht in die Tüte und aus, jawohl!“ Sehr konsequent war ich nicht, denn als dieses Jahr wohl eines der härtesten Spartan Races in Kitzbühl auf den Geburtstag meines Freundes fiel, konnte ich nicht mehr aus. Ich wurde angemeldet.

 

Meine Vorbereitung:

Noch am selben Tag der Anmeldung erstellte ich mir einen erfolgsversprechenden Trainingsplan. Täglich 100 Burpees und jede Menge Klimmzüge standen am Programm, genauso wie Lauf- und Sprinttraining.

Definitiv begonnen hab ich dann mit dem Spartanspezifischen Training am …. GAR NICHT! Was soll ich sagen, ich bin kein Crossfitanhänger. Man weiß ja, dass „Crossfitter“ und „Bodybuilder“ sich gegenseitig belächeln- unterschwellig, aber dennoch spürbar. Ich sag es einfach wie es ist: Ich hasse Wettkämpfe und ich mag einfach kein Crossfit, keine dummen Aerobicstunden oder irgendwas bei dem ich nicht in Frieden Gewichte stemmen kann. Das heißt, meine Vorbereitung war mein übliches Training. Das beinhalten für gewöhnlich 6 Trainingstage à 45-60 min Krafttraining, 2x pro Woche 15 min HIIT und 1x pro Woche 60min Joggen. Dazu natürlich alternierendes Dehnen und Faszientraining. ALLTAG!

 

Das Rennen:

Spartan Race Super (13+km/20+) … Datum: 11.9.2016 … Uhrzeit: 1000 Uhr …

Ort: Oberndorf in Tirol …Motivation: 0

 

Vor der Kulisse des Wilden Kaisers und des Kitzbühler Horns nahm ich nun am 11.9 widerwillig am Spartan Race Super teil. Was ich nicht erwartet hatte: es waren knapp 7000 Athleten bei diesem dreitägigen Event am Start. Am Sonntag, meinem Renntag, waren es über 1700 Sportler, die in 15-Minuten-Abständen auf den größten Hindernislauf-Parcour Österreichs losgelassen wurden. Rund um mich herum die tobende Masse an Spartanern, die sich mit Motivationsrufen und Kriegsbemahlung gegenseitig aufheizten. „Was seid ihr?“, hörte man es von der einen Seite brüllen. „Spartaner!!!! Arooooooo“, brüllten die fanatischen Athleten von der anderen.

Ich konnte es einfach nicht fassen: „Was war denn bitte so toll in den Alpen durch den Dreck zu rennen und dafür auch noch Unmengen an Geld und Urlaubsstunden herzugeben?“ Und als sei das noch nicht genug, alle um mich herum waren top ausgerüstet: Proviant, Camelbags, Knieschoner, Handschuhe. Und ich? Ich hatte ein einsames Energy-Gel in meinen Sport-BH gestopf, trug kurze Sportnahrungshosen und ein luftiges Top und hoffte darauf dass meine schönen pinken Asics das Rennen überlebten.

Egal, wir bringen das jetzt hinter uns, sagte ich mir und um 10.15 Uhr war dann endlich der Startschuss. Gleich ging einen einen Hügel bergauf. Oben angekommen, waren 5 Holzwände zu bewältigen, um dann wieder bergab in ein Schotterwerk zu laufen, wo wir sogleich einen kalten Tümpel durchschwimmen mussten. Schon nach kurzer Zeit trennte ich mich von meinem Freund, da ich das Warten satt hatte und begann mein eigenes Rennen zu laufen.

Ich hatte keine Uhr, kein Zeitgefühl. Bald gab es nur mehr mich, die Strecke und jede Menge Spartaner, die sich unermüdlich gegenseitig motivierten. Es war kein Wettkampf, das wurde mir auf einmal klar – es war ein Lauf durch das Gebirge mit Gleichgesinnten, die alle ein Ziel hatten: das Ziel zu sehen und die Medaille in ihren Händen zu halten, egal wie. Und so entkam mir das erste: „AROOOOOO!“

Aus 13km wurden 17km+, aus 20 Hindernissen wurden 25+ und zum Drüberstreuen waren noch 900 Höhenmeter zu bewältigen. Auf dem recht steilen Weg auf die Müllneralm, tat mir dann ein Mann, der ziemlich zu kämpfen hatte so leid, dass ich ihm mein Energy-Gel in die Hand drückte. Wobei ich zugeben muss, dass ich davon ausgegangen bin schon bald das Ende erreicht zu haben. Wie lange es dann noch durch die Wildnis gehen würde, ahnte ich nicht einmal annähernd. Das letzte Drittel der Strecke bestritt ich vorwiegend im Gehen, da vor und hinter mir zu viele Menschen durch den schmalen Kanal wollten. Ich dachte keine Sekunde an meine Zeit, nur wann ich endlich an der Ziellinie ankommen würde.

Da war er, der Zieleinlauf. Doch es warteten noch jede Menge matschige Hindernisse darauf überwunden zu werden. Nach 3h 49 min. kam ich endlich an. Von oben bis unten beschmutzt, nur die Augen waren noch frei von Dreck, doch müde? Nein! Ich war lebendig, ich wollte mehr. Ich konnte nur daran denken, dass ich nächstes Jahr auf meine Zeit achten muss und dass ich unbedingt beginnen muss im nächsten Crossfitgym meine Schwächen auszugleichen.

Ich war infiziert! „Crossfit?“ „nächstes“? – hab ich das gerade gesagt? „ AROOOO !!!!“

 

Rückblickend kann ich nur eines sagen: Egal wie trainiert ihr seid, egal welche Sportart ihr ausübt, macht mit. Es ist ein Erlebnis!

 

Spartan Race – Join the Revolution

 

 

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